vhw Mitteilungen

Bei den vhw Mitteilungen handelt es sich um die Verbandszeitschrift des  vhw. Das Inhaltsverzeichnis und den einleitenden Artikel „Auf ein Wort“  finden Sie in den folgenden Links.

vhw Mitteilungen (aktuelle Ausgabe)
Auf ein Wort

Sonstige Ereignisse und Aktivitäten

Zurückliegende Aktivitäten, Ereignisse oder Inhaltsverzeichnisse der vhw Mitteilungen finden Sie im

Archiv

Novellierung des Hochschulgesetzes

Derzeit gilt in Nordrhein-Westfalen noch das Hochschulzukunftsgesetz vom September 2014. Inzwischen hat die Landesregierung eine Novelle verabschiedet. Das Kabinett hatte bereits im Januar 2018 die Eckpunkte definiert, auf deren Grundlage der Referentenentwurf vorgelegt wurde. Im Dezember 2018 hatte das Kabinett den Regierungsentwurf beschlossen und in den Landtag eingebracht. Die erste Lesung fand im Januar 2019 statt. Beschlossen wurde die Gesetzesnovelle nach der 2. Lesung am 11. Juli 2019 mit den Stimmen von CDU und FDP gegen die Stimmen von SPD, Grünen und AfD. Sie tritt zum 01. Oktober 2019 in Kraft.

Im Mittelpunkt der Gesetzesnovelle stehen drei Schwerpunkte:

  • das Verhältnis zwischen Land und Hochschule,
  • die interne Hochschulorganisation und
  • der Bereich Studium und Lehre.

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Erschienen in: vhw Mitteilungen, Heft 2+3/2019, Seiten 40-43

Mitgliederversammlung des vhw-nrw im Mai 2019

Frau Professor Binke Hamdan hält Vortrag zum Thema Nebentätigkeiten von Beschäftigten an Hochschulen im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung des vhw-nrw.

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Verbandes Hochschule und Wissenschaft, Landesverband NRW (vhw-nrw) fand am 18. Mai an der Universität Duisburg-Essen statt. Neben den regulären Tagesordnungspunkten „Finanzbericht“, „Bericht der Kassenprüfung“, „Entlastung des Vorstands*, „Festlegung der Mitgliedsbeiträge“ und „Wahl der Kassenprüferinnen oder Kassenprüfer“ wurden im Bericht des Vorstands auch Fragestellungen der Hochschulpolitik besprochen. Hierzu zählten u. a. die zahlreichen Gesetzentwürfe, zu denen der vhw-nrw im vergangenen Jahr Stellungnahmen abgegeben hat, sowie auch das besonders aktuelle Thema der Weisungsbefugnisse von Rektoraten und Dekanaten gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bezüglich ihrer Lehre und einer amtsangemessenen Beschäftigung. Eine Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen an den Hochschulen des Landes ist ein zentrales Anliegen zukünftiger Gespräche des vhw-nrw mit den politischen Parteien im Landtag.

Im Rahmen einer Nachwahl ersetzte Frau Professor Dr. jur. Binke Hamdan den im April zurückgetretenen Dipl. Verw.-Wirt Thomas Bähr als reguläre Beisitzerin im Landesvorstand. Frau Professor Hamdan lehrt an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (FHöV) am Standort Köln und vertritt dort die Lehrgebiete „Öffentliches Recht“ und „Öffentliches Dienstrecht“. Sie ist Autorin zahlreicher Veröffentlichungen. Zum Abschluss der Versammlung hielt Frau Professor Hamdan für die Mitglieder des vhw-nrw einen Vortrag zum Thema „Nebentätigkeiten von Beschäftigten an Hochschulen“. Der Landesvorstand dankte dem im vergangenen Jahr abgelösten Vorsitzenden Dr. Carl Müller-Platz nochmals für sein Engagement und die geleistete Aufbauarbeit. Im Anschluss an die Versammlung fand ein gemeinsamer Besuch des Weltkulturerbes „Zeche Zollverein“ in Essen statt.

Photo (v.l.n.r.): Prof. Dr. Thorsten Köhler (Landesvorsitzender), Prof. Dr. Dirk Noosten (stellvertretender Landesvorsitzender), Prof. Dr. Binke Hamdan (Beisitzerin), Dr. Carl Müller-Platz (ehemaliger Landesvorsitzender), Dr. Sebastian Schmuck (Geschäftsführer)

Vertreter des vhw beim CESI Akademie-Symposiums in Lissabon

Prof. Dr. Josef Arendes und Prof. Dr. Ernst Schmeer reisten im November 2018 nach Portugal.
In Lissabon fand das CESI Akademie-Symposium „Lehrpersonal und Gewerkschaften in Europa: Horizont 2025“ statt.

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Bundesvorstand beriet in Erfurt

Zum zweiten Mal trafen sich in diesem Jahr die Mitglieder des vhw-Bundesvorstands. Diesmal wurde Erfurt zum Tagungsort gewählt. Das herbstliche Ambiente der Krämerbrücke, die hervorragenden Tagungsmöglichkeiten und nicht zuletzt das Engagement aller Teilnehmenden sorgten für eine gute Atmosphäre. Prof. Dr. Josef Arendes leitete die 21.Bundesvorstandssitzung vom 26. bis 27.10.2018 zielstrebig und effizient.

Wie immer tauschten sich die Teilnehmenden über die jüngsten hochschulpolitischen Ereignisse und Aktivitäten in Bund und Ländern aus. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Sitzung war die Überarbeitung des vhw-Internetauftrittes. Eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Manfred Krüger legte einen diesbezüglichen Empfehlungskatalog vor, dem der Bundesvorstand folgte.

Auch die Anerkennung von Leistungen aus der beruflichen Bildung für ein Hochschulstudium, der Sachstand der Förderstrategien des Bundes im Hochschulbereich und verbandsinterne Regelungen waren u. a. diskutierte Themen.

Besonders interessant war diese Sitzung auch deshalb, weil neue Bundesvorstandsmitglieder und Interessenten in diesem Rahmen begrüßt werden konnten.

Prof. Dr. Josef Arendes
Bundesvorstand in Erfurt

Bericht zur 14. Frauenpolitischen Fachtagung Frauen 4.0

Ab durch die gläserne Decke! Neue Perspektiven für den öffentlichen Dienst

Die Bundesfrauenvertretung tagte am 14. Juni 2018 in Berlin. Der Verband Hochschule und Wissenschaft im dbb nahm, vertreten durch die Landesvorsitzende des vhw rlp, Dr. Beate Hörr, an der 14. Frauenpolitischen Fachtagung des dbb in Berlin teil.

Zur Veranstaltung hatten sich über 300 Teilnehmerinnen angemeldet, ein neuer Rekord, sodass sogar in einen Nachbarraum auf eine Leinwand übertragen werden musste.

Nach Grußworten durch die Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, Helene Wildfeuer, sowie den Zweiten Vorsitzenden des dbb und Fachvorstand Beamtenpolitik, Friedhelm Schäfer, startete die erste Keynote.

Frau Prof. Christiane Funken, Professorin für Kommunikations- und Mediensoziologie und Geschlechterforschung von der TU Berlin, widmete sich dem Thema Wandel der Arbeitswelt. Sie nannte als Stichwort zur Zukunft der Arbeit die „VUKA-Welt“ – das Akronym steht für Volatilität, Unwägbarkeit, Komplexität und Ambiguität -, die sie als Chance insbesondere für Frauen beschrieb.

Die bei Frauen aufgrund ihrer Erziehung, ihrer Sozialisation, ihrer familiären Situation besonders ausgeprägten Fähigkeiten wie Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit, so die These Funkens, wären prädestiniert zur Bewältigung der Herausforderungen in der VUKA-Arbeitswelt. Auch der Trend zur Projektinizierung unserer Arbeit, die Menschen mit der Fähigkeit zur Wissensarbeit, zur Interaktion und zur Kooperation erfordere, lasse Frauen hervorragend geeignet dafür erscheinen. Das ehemalige Modell einer Führungskraft, ausgestattet mit Herrschaftswissen und klaren Machtzuschreibungen, laufe aus und werde abgelöst durch sogenannte „Chef-Umgebungen“. Je nach Projekt haben je andere das Sagen, das Herrschaftswissen sei durch bessere Vernetzung nicht mehr exklusiv, sondern auch für gut vernetzte Menschen verfügbar. Der Begriff der Teilzeitarbeit solle ersetzt werden durch den Begriff der Wahlarbeitszeit.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Dr. Franziska Giffey, nahm sich über eine halbe Stunde Zeit für einen anregenden und kurzweiligen überblick über die wichtigsten Ziele auf ihrer Agenda als zuständige Bundesministerin: Von der geplanten zusätzlichen Förderung des Bundes in Höhe von 3500 Mill. € für die Kinderbetreuungsangebote in den Ländern, über die Absicht die Unternehmen mit einer Geldstrafe zu belegen, die als Zielquote in ihren Vorständen „0“ angeben, bis zu ihrem selbstgewählten Motto für ihre Amtszeit „Frauen können alles!“ Die anwesenden Gewerkschaftsvertreterinnen zollten ihren mit Verve und Engagement gehaltenen Vortrag mit stehendem Beifall.

Nach diesem unterhaltsamen Blick in die Zukunft der politischen Maßnahmen und die damit verbundenen Chancen für Frauen, folgten Einblicke aus der Praxis: Im Panel A ging es um neue Arbeitskonzepte auch im Behördenalltag, die zunächst aus Sicht einer Bundesbehörde vorgestellt wurde, hier vertreten durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und deren Abteilungsleiterin Frau Dr. Christine Morgenstern. Sie berichtete von einer neuen Dienststellenvereinbarung zur mobilen und flexiblen Arbeit. Mit dieser Praxis gehe das für Gleichstellung zuständige Ministerium mit gutem Beispiel voran. Auch Frau Doreen Molnár, Referentin im Referat Zukunftsgerechte Gestaltung der Arbeitswelt und Arbeitskräftesicherung im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, berichtete von guten Beispielen aus der Praxis und zwar von Wirtschaftsunternehmen. Im Panel B ging es um die Frage wie Familie und Karriere sich organisieren lassen, insbesondere aus der Sicht von Alleinerziehenden. Hierzu gaben Frau Teresa Bücker, Chefredakteurin in Edition F und Dr. Mareike Bünning vom Wissenschaftszentrum Berlin einen kurzen Impuls, anschließend wurde diskutiert.

Zum Abschluss gab es Kurzberichte aus den beiden Panels und ein Schlusswort von der Vorsitzenden der dbb bundesfrauenvertretung Helene Wildfeuer.

Dr. Beate Hörr
Die anwesenden Vertreterinnen der dbb rlp Frauen (u.a. in der Mitte: Claudia Rüdell, Vorsitzende der dbb rlp Frauen)
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